Kairo 1993: bei einem vereitelten Anschlag in Luxor wird eine Gruppe islamischer Terroristen festgenommen: Unter ihnen ist der junge Deutsche Jochen Sawatzky, der zum Islam konvertiert ist und sich dem bewaffneten Kampf gegen die Ungläubigen angeschlossen hat. Mit dem Fall betraut wird Claus Cismar, der deutsche Botschafter in Ägypten. Cismar ist ein Mann in der Midlife Krise. Seine Ehe ist durch eine Affäre mit der französischen Botschaftsattachée Francoise stark gefährdet ist, seine Karriere ist nicht aussichtsreich. Cismar, der in jungen Jahren selbst politisch radikale Ideen verfolgte und zum Sympathisantenkreis der RAF gehörte, versucht in langen Gesprächen mit Sawatzky hinter die Motive von dessen Tat zu gelangen. Je länger die Gespräche dauern, desto mehr zeigt sich, dass nicht Sawatzkys Motive, sondern Cismars persönliche Werte und sein eigener Lebensentwurf auf dem Prüfstand stehen. Sawatzky stellt den Botschafter mit religiöser Innerlichkeit die unangenehme Frage, was im Leben wirklich zählt. Ein Duell, das Konsequenzen hat.
